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Spanien

E-Government

Entwicklung von E-Service

Neue Unternehmen können unter http://www.circe.es registriert werden.

Elektronische Identifizierung

Im Jahr 2001 wurde die spanische Zertifizierungsstelle CERES (CERtificácion ESpañola - http://www.cert.fnmt.es) ins Leben gerufen. Sie soll spanischen Bürgern ermöglichen, Behördengänge durch eine Online-Identifizierung elektronisch zu erledigen. Im selben Jahr wurde das Bürgerservice-Portal Administracion.es (http://www.administracion.es) gestartet. Dieses bietet einen Überblick über und Zugang zu den verschiedensten elektronischen Services der spanischen Regierung.
Ein zweites Service-Portal ist unter http://www.ciudadano.es zu finden.

Die jüngste Strategie im Rahmen des E-Government ist der sogenannte “Plan Conecta”. Vorrangiges Ziel ist hierbei die Einführung einer elektronischen ID-Karte namens “DNI Electronico”, welche die traditionelle spanische ID-Karte ersetzen soll. Sie soll sowohl für elektronische Authentifizierung als auch elektronische Unterschriften geeignet sein. Diese Strategie wurde im September 2004 präsentiert, die Einführung der neuen Karte begann im März 2006.

Zukünftige Initiativen

Im April 2006 wurde ein Advisory Council for Public Administration (Consejo Asesor der Administración Pública) gebildet. Dieser Rat soll mindestens einmal im Monat zusammentreten und sowohl Potenziale als auch mögliche Probleme der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien erörtern.


Quellen:



E-Voting

Die Regierung von Katalonien hat bereits seit 1995 mehrere Pilotprojekte unter Einsatz elektronischer Wahlmaschinen parallel zu öffentlichen Wahlen durchgeführt.

In den Monaten März und April 2002 wurden in Barcelona ebenfalls E-Voting-Systeme eingesetzt. Einerseits bei den Fakultätswahlen, andererseits bei den Rektorswahlen der Universität Autònoma.
Bei beiden Wahlen kamen E-Voting-Systeme der spanischen Firma Scytl (Secure Electronic Voting) zum Einsatz.

Im November des Jahres 2003 wurde ein unverbindlicher E-Voting-Test parallel mit den katalanischen Parlamentswahlen abgehalten. Über 23.000 Auslandskatalanen (Argentinien, Belgien, Amerika, Mexiko und Chile) wurden eingeladen an diesem Versuch teilzunehmen. Voraussetzung dafür war nur das Vorhandensein eines Computers mit Internetanschluss. 730 Wähler nahmen tatsächlich an diesem Piloten teil.

Im März 2004 wurden wiederum mehrere gesetzlich nicht verpflichtende E-Voting-Versuche in spanischen Gemeinden durchgeführt. Beispiel: In der Stadtverwaltung von Jun haben 597 Bürger diese E-Voting-Systeme getestet. Davon haben 400 ihre Stimme übers Internet abgegeben und 197 haben per SMS gewählt.

Pilotprojekt anlässlich des Referendums zur EU-Verfassung 2005:
Im Zuge dieses Pilotprojekts hatten rund zwei Millionen Bürger die Möglichkeit, ihre Stimme in einer eigenen Internetabstimmung (1. bis 18. Februar) vor dem eigentlichen Referendum abzugeben.
Zur Wähleridentifikation wurden ein PIN-basiertes System und Smartcards verwendet.
Die Wahlbeteiligung fiel mit 0,54% - oder 10.543 abgegebenen Stimmen - sehr gering aus. Nach dieser Wahl entbrannte daher eine rege Debatte rund um diesen E-Voting-Versuch.
Dieses Projekt wurde in einem inoffiziellen Bericht einer in Spanien operierenden unabhängigen Gruppe namens “Observatorio Voto Electronico” sehr stark kritisiert. Neben der Auflistung zahlreicher Sicherheitsmängel behauptete diese Gruppe sogar, den Wahlserver erfolgreich gehackt zu haben.
Sowohl das spanische Innenministerium als auch INDRA, die Entwicklerfirma des E-Voting-Systems, wiesen alle Vorwürfe zurück. Sie bestritten den etwaigen Hackerangriff und hielten an der Sicherheit des Systems fest.

Im Frühjahr 2008 hat das spanische Innenministerium eine neue E-Voting-Plattform namens P.I.V.E. (Plataforma Individual de Voto Electrónico) ins Leben gerufen. Nach den landesweiten Pilotprojekten von 2004 und 2005 schien es schon fast so, als hätte die spanische Regierung ihre E-Voting-Projekte gestoppt. Tatsächlich war jedoch eine Arbeitsgruppe damit beschäftigt, die Umsetzbarkeit von E-Voting-Lösungen zu analysieren.


Quellen:



 
projekte/spanien/e-government_und_e-voting_in_spanien.txt · Last modified: 2011/04/21 11:25 (external edit)
 
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